Im Herzen weit vorn, in der Welt zu Hause: Black Angus

Black Angus Rinder stammen ursprünglich aus Schottland, von den saftigen Weiden der Grafschaft Angus. Inzwischen aber werden sie in den USA, in Südamerika, in Australien und in vielen weiteren Gegenden der Welt mit großem Erfolg gezüchtet. In den USA machen sie inzwischen sogar rund 40 bis 45 Prozent aller Fleischrinder aus, weil die Balance aus hoher Qualität und Haltungsanforderungen der Tiere optimal ist. Ihr feinfaseriges Fleisch ist von einem kräftigen Rot und bleibt auch nach dem Braten herrlich saftig und zart. Der Eigengeschmack ist unverwechselbar.

Am weitesten verbreitet: Hereford-Rinder

Sie sind genügsam, gelassen und leicht zu züchten: Hereford-Rinder gedeihen überall, außer im ewigen Eis. Die extrem anpassungsfähigen Tiere, die ursprünglich aus England stammen, können bei stark unterschiedlichen Temperaturen das ganze Jahr über im Freien gehalten werden und gedeihen auch auf kargen Böden: Sie verwerten ihr Futter auf die beste Weise und entwickeln auch auf wenig saftigen Weiden exzellentes Muskelfleisch. Da sie dank der Freilandhaltung ausgiebige Bewegung und viel natürliches Futter bekommen, ist ihr zartes Fleisch fein marmoriert und bringt ein ganz besonderes Aroma mit sich.

Genügsam und gesund: Galloway-Rinder

Das ganze Jahr über können die Galloway-Rinder mit ihrem langen Fell im Freien gehalten werden. Sie fressen auch Pflanzen wie Disteln, die andere Rinderarten verschmähen. Nur in den Wintermonaten bekommen sie Heu zugefüttert. Ihr aromatisches, zartes Fleisch ist feinfaserig und dunkelrot. Es weist einen niedrigen Gesamtfettgehalt auf, hat aber trotzdem eine feine Marmorierung und eine saftige Konsistenz.

Kopf in den Wolken: Simmentaler Rinder

Im Berner Oberland liegt das Simmental, aus dem die gleichnamigen Rinder ursprünglich stammen. Heute wird das Fleckvieh mit den weißen Beinen und dem weißen Kopf vor allem in den Alpenregionen in Deutschland und Österreich gezüchtet. Hier bekommen die Tiere viel Auslauf, Gras und gute Bergkräuter, was sich im würzigen Aroma des fein marmorierten Fleisches niederschlägt.

Le bœuf délicieux – Charolais-Rinder

Im schönen Burgund mitten im besten Seeklima gedeihen die weißen Charolais-Rinder. Neun Monate pro Jahr wandern sie über die durch den häufigen Niederschlag saftigen Wiesen und fressen Gras und Kräuter. Entsprechend würzig und aromatisch ist ihr Fleisch. Gleichzeitig ist es magerer als viele andere Rindersorten, doch die feine Marmorierung sorgt dafür, dass es nicht zu trocken wird. Schmeckt nicht nur Franzosen!

Zart und mager – Limousin-Rinder

Mitten in Frankreich liegt das Limousin, eine gebirgige Landschaft, die den gleichnamigen Rindern beste Bedingungen bietet: Das Grünfutter, das sie hier zu fressen bekommen, ist durchsetzt mit würzigen Kräutern. Das Fleisch der Limousin-Rinder ist auffallend zart und nur von wenig Sehnen und Fett durchzogen. Trotzdem verfügt es über eine kleinteilige Marmorierung, sodass es herrlich saftig bleibt. Wer auf seinen Cholesterinspiegel achten muss, ist mit diesem Fleisch gut ber

Köstliche Riesen – Chianina-Rinder

Die größte Rinderrasse der Welt mit einem Stockmaß von rund 1,80 Metern bei den Stieren stammt ursprünglich aus der Toskana. Schon vor 2500 Jahren wurden die mächtigen weißen Rinder hier gezüchtet. Ihr Fleisch ist besonders proteinreich und kalorienarm, und in der perfekten Zubereitung des Bistecca alla Fiorentina wird es zu Teilen sehr blutig verzehrt: Das Fleisch schmilzt regelrecht im Mund. Allerdings sind Chianina-Rinder anspruchsvoll in der Haltung. Veränderungen mögen sie nicht. Trotzdem werden sie in mehr als 150 Ländern gezüchtet, was eindeutig  für die Qualität des Fleisches spricht.

Die Königsklasse: Wagyū-Rinder

Wird ein Wagyū-Rind in der der japanischen Region Kōbe geboren, aufgezogen, gemästet und geschlachtet, darf es die Bezeichnung „Kōbe“ tragen und zu 400 bis 600 Euro pro Kilogramm verkauft werden. War die Zucht früher noch streng auf Japan beschränkt, gibt es Wagyū-Rinder inzwischen in verschiedenen Teilen der Welt – natürlich ohne den Beinamen „Kōbe“. Es sind die teuersten Hausrinder überhaupt, und das völlig zurecht: Keine andere Art bringt eine so starke Marmorierung mit sich. Das Fett schmilzt bei der Zubereitung und gibt sein einzigartig buttriges Aroma in das Fleisch ab. Diese Erfahrung kann man nicht beschreiben, die müsst ihr schon selbst machen!